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Wir geben haltlosen Kindern neuen Halt und eröffnen schulische Perspektiven

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Häufig gestellte
Fragen (FAQ)

Nautilus

Nautilus – eine Anspielung auf die gleichnamigen Meeresbewohner, die sich bei Bedarf in ihre sichere Schale zurückziehen können – ist die Bezeichnung für spezielle Klassen der Janusz-Korczak-Schule für Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen.
Die Nautilus-Klassen werden an allgemeinen Schulen geführt:

  • An der Ersbergschule (Grundschule) in Nürtingen in den Klassenstufen 1 bis 5 sowie
  • an der Teck-Realschule in Kirchheim in den Klassenstufen 5 bis 10

 In einer Atmosphäre, die Schutz und Halt bietet, werden die Schüler sonderpädagogisch gefördert und sozialpädagogisch unterstützt.

Zielgruppe
Nautilus nimmt Mädchen und Jungen der Klassenstufen 1 bis 10 auf,

  • - für die eine fachärztliche Diagnose aus dem Autismus-Spektrum gestellt wurde,
  • - die Anspruch auf Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII haben und
  • - deren kognitive Fähigkeiten eine Beschulung nach dem Bildungsplan der Grund- oder Förderschule bzw. der Sekundarstufe I erlauben.


Auftrag und Ziele
Autistische Störungen führen oft zu ganz eigenen Formen der Wahrnehmung, zu Schwierigkeiten in der Beziehungsaufnahme und der Kommunikation. Nautilus unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder durch

  • - sonder- und sozialpädagogische Angebote im Schutzraum einer Kleingruppe
  • - soziales Lernen und die Vermittlung lebenspraktischer Kompetenzen
  • - Vorbereitung und Begleitung des Übergangs in reguläre Klassen der Grundschule- bzw. Realschule – Zielperspektive: Inklusion
  • - Stabilisierung und Entlastung der Familie durch intensive Zusammenarbeit


Vorgehensweise
„So viel Schutzraum wie nötig, so viel Normalität wie möglich“ lautet die Grundhaltung von Nautilus. Der von einem Sonderpädagogen geleitete Unterricht findet zunächst in den eigenen Räumlichkeiten der Kleingruppe statt. Hier beginnt und endet der Schultag, hier erhalten die Schüler spezielle Bildungsangebote, die das Selbstvertrauen stärken – stets unter Anerkennung persönlicher Lernmöglichkeiten und Leistungsgrenzen.
Wo dies möglich ist, werden die Kinder ermutigt, am Unterricht der Regelklassen der allgemeinen Schule teilzunehmen. Sie werden durch angemessene Eingliederungshilfen auf diese Situation vorbereitet und durch eine vertraute Bezugsperson begleitet. In enger Verzahnung mit dem Unterricht findet eine sozialpädagogische Förderung der Kinder und Jugendlichen im Hinblick auf die Erweiterung ihrer emotionalen und sozialen Kompetenzen statt.
Die jeweiligen Förder- und Erziehungsziele ebenso wie die pädagogischen Vorgehensweisen werden regelmäßig mit den Eltern abgestimmt.