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Kinder- und Jugendhilfe

Wir geben jungen Menschen und Ihren Familien
eine Orientierung, bieten Unterstützung an und
begleiten Sie einen Teil Ihres Lebensweges.

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Häufig gestellte
Fragen (FAQ)

ION - Inobhutnahme

In Not- und Krisensituationen ist schnelle Hilfe wichtig

Inobhutnahme bedeutet für Kinder und Jugendliche, dass sie rund um die Uhr Schutz und Aufnahme an einem sicheren Ort finden, dass sie zur Ruhe kommen können und Hilfe erfahren. Für Eltern kann die Inobhutnahme ihres Kindes ein Ausweg aus nicht lösbaren Erziehungskonflikten sein. Die Inobhutnahme unterstützt Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung von akuten Krisen und hilft bei der Klärung von Problemen, bis mögliche Perspektiven gefunden sind. Sie ist vorläufig und ersetzt keine längerfristigen Hilfen.

Wer und wie kann in Obhut genommen werden?

Selbstmelder
Mädchen und Jungen bis 18 Jahre werden vom Jugendamt in Obhut genommen, wenn sie selbst darum bitten. Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge finden ebenfalls Schutz und Aufnahme.

Eltern
Eltern oder alleinerziehende sorgeberechtigte Eltern können ihren Sohn oder Tochter in Obhut geben, wenn es aktuell unlösbare Konflikte und Erziehungssituationen gibt.

Polizei
Greift die Polizei Kinder oder Jugendliche auf, die nicht zu ihren Eltern zurück kehren wollen oder dürfen oder wird die Polizei zu Familienstreitigkeiten gerufen, kann die Polizei eine Inobhutnahme veranlassen.

Bei Kindeswohlgefährdung
Die Inobhutnahme ist unumgänglich, wenn dringende Gefahr für das Wohl eines Kindes oder Jugendlichen besteht.

Der konkrete Ablauf einer Inobhutnahme

Wenn Kinder oder Jugendliche sich in einer aktuellen Notlage befinden und des Schutzes bedürfen, oder wenn Eltern an ihre erzieherischen Grenzen stoßen, sind Jugendamt und Polizei Tag und Nacht erreichbar. Entsprechend der individuellen Situation wählt das Jugendamt dann die geeignetste Unterbringung aus: das kann bei Verwandten sein, in einer Bereitschafts-Pflegefamilie oder aber in einer Einrichtung wie der Stiftung Tragwerk. Als anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe werden wir dann mit der Durchführung der Inobhutnahme vom Jugendamt betraut.

Das Angebot

Kinder und Jugendliche, die in der Obhut der Stiftung Tragwerk sind, werden von Anfang an von pädagogischen Fachkräften betreut: Sie stellen zum einen die Grundversorgung sicher (Wohnen, Essen, Gesundheit) und stehen zum anderen als Gesprächspartner, Betreuer und Begleiter zur Verfügung – zum Beispiel wenn es darum geht, gemeinsame Wege und Lösungen mit den Eltern zu suchen oder langfristige Perspektiven und Hilfen zu finden.

Inobhutnahme-Familien

Inobhutnahme-Familien sind Familien, Paare oder Lebensgemeinschaften, die zeitlich befristet Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen aufnehmen und vorübergehend betreuen. Die Kinder und Jugendlichen befinden sich dabei in einer akuten Krise oder können aufgrund der schwierigen Lebenssituation ihrer Eltern vorerst nicht mehr zu Hause wohnen. Die Inobhutnahme dauert einige Tage oder mehrere Wochen. Während der Zeit der Inobhutnahme wird geklärt, in welchem Rahmen und wo die betroffenen Kinder dauerhaft weiter betreut werden können. Inobhutnahme-Familien werden durch die Stiftung Tragwerk intensiv unterstützt, begleitet und beraten.
Sie sind interessiert? Die Stiftung Tragwerk bietet interessierten Familien eine intensive Vorbereitung und Qualifizierung, laufende Austauschmöglichkeiten und Begleitung sowie eine Finanzierung in Form einer attraktiven Tagespauschale. Wer Interesse hat, selbst Inobhutnahme-Familie zu werden oder sich über die Arbeit von Inobhutnahme-Familien näher zu informieren meldet sich bitte bei

Josefine Dorlach, Pädagogische Leitung Ambulante Hilfen ES
Mobil: 0173.6038441
dorlach.j@stiftung-tragwerk.de

Nicolai Henne, Pädagogische Leitung Ambulante Hilfen ES
Mobil: 0172.6334016
henne.n@stiftung-tragwerk.de

Veranstaltungshinweis: Am 27. September findet um 17.30 Uhr im Martin-Luther-Hof in Nürtingen (Jakobstraße 17) eine Informationsveranstaltung zum Thema Inobhutnahme-Familien statt. Bei Häppchen und Getränken können Fragen gestellt werden und es wird berichtet wie es ist, ein fremdes Kind vorübergehend bei sich aufzunehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.